Das Simpson-Protocol ist eine besondere Form der Hypnose, die es ermöglicht, sehr unbewusst und auf einer tiefen Ebene an unterschiedlichsten Themen zu arbeiten. Die Methode ist sanft, traumasensibel und individuell – und kommt ohne bewusstes Analysieren aus. Diese Technik unterscheidet sich außerdem deutlich von der Hypnoanalyse, bei der unter anderem mit dem Wiedererleben und der Verarbeitung früherer Erfahrungen und damit verbundener Emotionen gearbeitet wird. Beim Simpson Protocol ist ein solches bewusstes Wiedererleben in der Regel nicht erforderlich.
Während viele klassische Hypnoseverfahren direkt mit dem Unterbewusstsein arbeiten, bezieht das Simpson Protocol eine weitere Ebene mit ein: das sogenannte Überbewusstsein.
Damit ist eine Ebene gemeint, auf der Erfahrungen, Emotionen, Körper, Geist und Psyche miteinander verbunden sind und Zusammenhänge erfasst werden können, die sich unserem bewussten Verstehen teilweise entziehen. Vergleichbare Gedanken finden sich beispielsweise im Konzept des kollektiven Unbewussten nach C. G. Jung: der Vorstellung, dass wir nicht ausschließlich aus unserem persönlichen Erfahrungsschatz schöpfen, sondern in größere Zusammenhänge eingebettet und mit dem verbunden sind, was uns umgibt.
In der Hypnose nutzen wir diesen Zugang, um Veränderungsprozesse anzustoßen, ohne dass du dafür jedes Detail deiner Geschichte kennen, erklären oder noch einmal durchleben musst.
Die Kommunikation erfolgt während der Trance unter anderem über sogenannte Fingersignale. Dein bewusster Verstand darf dabei mehr und mehr in den Hintergrund treten, während auf unbewusster Ebene gearbeitet wird. Theoretisch musst du mir dafür nicht einmal im Detail erzählen, worum es bei deinem Thema geht.
Gerade das macht das Simpson Protocol für mich zu einer besonderen Form der therapeutischen Hypnose: Die Arbeit geschieht sehr still und gleichzeitig tiefgehend. Dein eigenes System gibt dabei vor, was zu diesem Zeitpunkt bearbeitet werden kann und darf.
Das Verfahren kann bei ganz unterschiedlichen emotionalen, psychischen und psychosomatischen Themen eingesetzt werden. Dabei steht immer der einzelne Mensch mit seinen persönlichen Bedürfnissen, Grenzen und seinem individuellen Prozess im Mittelpunkt.
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