Wenn deine Seele streikt und nichts mehr geht
Vielleicht fühlst du dich seit einiger Zeit niedergeschlagen, traurig oder innerlich leer. Dinge, die dir früher Freude gemacht haben, lösen kaum noch etwas in dir aus. Alles fühlt sich anstrengend an – wie eine unsichtbare Last, die sich wie ein tonnenschwerer Mantel um deine Schultern legt.
Vielleicht schläfst du schlecht oder findest abends nicht zur Ruhe – und gleichzeitig fehlt dir tagsüber die Energie, um überhaupt richtig in Gang zu kommen. Oder du bist innerlich unruhig, gereizt, ohne zu wissen warum.
Vielleicht hast du Schwierigkeiten, dich zu konzentrieren, Entscheidungen zu treffen oder dich länger einer Aufgabe zu widmen. Vielleicht begleitet dich ein Gefühl von Hoffnungslosigkeit, Unsicherheit oder Angst vor der Zukunft. Und vielleicht merkst du, dass dein Selbstwert leidet: dass du dich selbst kritisierst, dir Vorwürfe machst oder Schuld empfindest – gegenüber anderen, wegen verpasster Chancen oder einfach, weil du glaubst, „nicht genug“ zu sein.
Manchmal treten sogar Gedanken auf wie: „Warum bin ich überhaupt noch hier?“
Gedanken, die dich erschrecken und belasten – und die ein Zeichen dafür sind, dass es dringend an der Zeit ist, dir Hilfe zu holen.
Wenn du dich in diesen Beschreibungen wiederfindest, könnte es sein, dass du dich in einer depressiven Episode befindest.
Depression gehört zu den häufigsten psychischen Erkrankungen – und sie zeigt sich bei jedem Menschen anders. In ihrer Dauer, ihrer Intensität und in dem, was sie in dir auslöst.
Es gibt zum Beispiel:
- episodische Depressionen – sie treten phasenweise auf und dauern mindestens zwei Wochen an
- Dysthymie – eine leichtere, aber chronisch anhaltende depressive Verstimmung, oft über viele Jahre
- saisonale Depressionen – häufig im Winter oder mit kürzer werdenden Tagen
- postpartale Depressionen – nach einer Schwangerschaft, deutlich belastender als der übliche „Babyblues“
Eine depressive Phase kann wenige Wochen dauern, manchmal Monate – und manchmal auch länger, wenn sie unbehandelt bleibt.
Warum Depression entsteht
Es gibt nicht die eine Ursache. Depression entsteht aus einem Zusammenspiel verschiedener Faktoren:
- belastende Lebensereignisse wie Trennung, Verlust, Einsamkeit oder dauerhafter Stress
- jahrelanges Übergehen eigener Grenzen
- biologische und hormonelle Einflüsse
- frühe Kindheitserfahrungen oder fehlende sichere Bindung
- Trauma oder unverarbeitete emotionale Belastungen
- Perfektionismus, hohe Erwartungen an dich selbst, Schwierigkeiten, Nein zu sagen
Viele Menschen beschreiben, dass depressive Phasen genau dann auftauchen, wenn sie lange versucht haben, stark zu sein – für andere, für ihren Job, für die Familie.
Wenn Gefühle über Jahre keinen Platz hatten. Wenn Überforderung sich angestaut hat.
Wenn etwas in ihnen aufgibt, weil es so nicht weitergehen kann.
Depression ist kein Zeichen von Schwäche.
Es ist ein Zeichen von Erschöpfung. Von zu viel Belastung über zu lange Zeit.
Wie ich dich begleiten kann …
In meiner Arbeit ist es mir wichtig, Depression differenziert und liebevoll zu betrachten. Jede Depression hat ihre eigene Geschichte, ihre eigene Dynamik und ihren eigenen Schmerz.
Gemeinsam schauen wir darauf:
- was dich belastet
- welche Muster dich erschöpfen
- welche Gefühle lange keinen Raum hatten
- welche Bedürfnisse in dir übergangen wurden
- und welche Ressourcen in dir vielleicht gerade verschüttet sind
Schritt für Schritt unterstütze ich dich dabei,
- mehr Stabilität zu entwickeln,
- Selbstmitgefühl aufzubauen,
- innere Schwere zu lösen,
- wieder Zugang zu Lebendigkeit und Freude zu finden
- und deinen Selbstwert zu stärken.
Du musst diese Phase nicht alleine durchstehen.
Ich begleite dich einfühlsam, klar und in einem Tempo, das für dich gut ist – damit du langsam wieder zurückfindest: zu dir, zu deiner Kraft und zu einem Leben, das sich leichter anfühlt.