Ängste, Phobien und Panikattacken

Wenn Angst deinen Alltag bestimmt und du dir einfach nur das Gefühl von Ruhe und Sicherheit wünschst

 

Angst hat viele Gesichter.

Vielleicht spürst du sie als ständige innere Unruhe, als Anspannung im Körper, als Sorgen, die kein Ende nehmen wollen. Vielleicht taucht sie plötzlich auf – in Form einer Panikattacke – und reißt dir in Sekunden den Boden unter den Füßen weg. Oder du vermeidest bestimmte Situationen, weil allein die Vorstellung schon reicht, um dein Herz schneller schlagen zu lassen.

Wie auch immer sich deine Angst bei dir zeigt – eins haben alle Ängste gemeinsam:
Sie können dich stark belasten, deine Lebensqualität einschränken und dazu führen, dass du dich mehr und mehr zurückziehst. Mit der Zeit kann der Druck so groß werden, dass sich zusätzlich andere Beschwerden entwickeln, zum Beispiel depressive Verstimmungen, Erschöpfung oder ein Gefühl von innerer Leere.

 

Wenn du merkst, dass deine Angst:

  • in der Situation, in der sie auftritt, nicht wirklich angemessen erscheint,
  • immer wiederkehrt oder über längere Zeit anhält,
  • deinen Alltag, deine Beziehungen oder deinen Beruf deutlich beeinträchtigt,

dann könnte eine behandlungsbedürftige Angststörung dahinterstecken.
Das ist kein Zeichen von Schwäche – sondern ein Hinweis, dass dein Nervensystem Unterstützung braucht.

 

Generalisierte Angststörung – wenn Sorgen kein Ende nehmen

Vielleicht kennst du das Gefühl, dass dein Kopf einfach nicht mehr zur Ruhe kommt. Du machst dir Sorgen – um die Zukunft, um deine Gesundheit, um andere Menschen, um deinen Job, um Dinge, die passieren könnten, aber oft nie eintreten.

 

Typische Anzeichen können sein:

  • Du leidest unter schwer kontrollierbaren Sorgen in vielen Lebensbereichen.
  • Du spürst eine grundlegende innere Anspannung, Ruhelosigkeit, Erschöpfung oder körperliche Beschwerden wie Verspannungen, Kopfschmerzen oder Magenprobleme.
  • Du erlebst tägliches Grübeln, ein ständiges Gedankenkarussell und innere Alarmbereitschaft.
  • Schlafstörungen und Konzentrationsschwierigkeiten gehören vielleicht schon fast zu deinem Alltag.
  • Deine Angst fühlt sich eher chronisch an – sie begleitet dich beständig und schränkt dein Leben deutlich ein.

Es kann sich so anfühlen, als wärst du innerlich nie wirklich „fertig“ mit Sorgen – selbst in ruhigen Momenten.

 

Panikattacken / Panikstörung – wenn die Angst dich plötzlich überfällt

Manche Menschen erleben Angst nicht als ständigen Begleiter, sondern in plötzlichen, intensiven Wellen. Vielleicht kennst du Situationen, in denen du ganz unerwartet von massiver Angst überrollt wirst – scheinbar ohne klaren Auslöser.

 

Typische Symptome bei Panikattacken sind zum Beispiel:

  • plötzlich beginnende, intensive Angstgefühle
  • Herzrasen, Atemnot, Schwindel, Übelkeit, Zittern, Enge in der Brust
  • das Gefühl, die Kontrolle zu verlieren, „verrückt zu werden“ oder sogar zu sterben

Häufig entsteht mit der Zeit eine „Angst vor der Angst“:
Die Angst davor, dass wieder eine Panikattacke auftreten könnte. Dadurch beginnst du, bestimmte Orte oder Situationen zu vermeiden – in der Hoffnung, die nächste Attacke zu verhindern. Das ist sehr verständlich, führt aber oft dazu, dass du dich in deinem Leben immer mehr einschränkst.

 

Spezifische Phobien – wenn eine bestimmte Situation dich überfordert

Vielleicht erlebst du deine Angst sehr konkret in bestimmten Situationen oder gegenüber bestimmten Auslösern – zum Beispiel:

  • in der Höhe, beim Fliegen, bei Gewitter, in engen Räumen
  • im Kontakt mit bestimmten Tieren (Spinnen, Hunde etc.)

 

Typischerweise:

  • tritt deine Angst vor allem in diesen Situationen auf,
  • kann sie mit starken körperlichen Symptomen einhergehen und sich bis zu einer Panikattacke steigern,
  • ist der Auslöser klar benennbar – im Unterschied zur Panikstörung, bei der die Angst oft „wie aus dem Nichts“ kommt.

Du versuchst dann verständlicherweise, diese Situationen zu vermeiden, um dich zu schützen. Kurzfristig entlastet das – langfristig kann es dein Leben sehr einschränken.

Agoraphobie – wenn bestimmte Orte sich bedrohlich anfühlen und vor allem Zuhause dein „sicherer Ort“ ist

Vielleicht kennst du Situationen, in denen du dich unwohl fühlst, weil du denkst: „Was, wenn mir hier etwas passiert und mir niemand helfen kann?“

 

Typisch für eine Agoraphobie ist:

  • Du hast Angst vor Situationen, aus denen Flucht oder Hilfe schwer möglich erscheinen.
  • Du fürchtest zum Beispiel das Fahren mit öffentlichen Verkehrsmitteln, Autofahren, weite Reisen oder das Alleinreisen.
  • Du hast Angst zu kollabieren, die Kontrolle zu verlieren oder hilflos ausgeliefert zu sein.
  • Aus dieser Angst heraus meidest du bestimmte Orte oder Situationen.
  • Häufig entsteht Agoraphobie nach dem Auftreten von Panikattacken.

Deine Welt kann sich dadurch Stück für Stück verkleinern – und das ist oft sehr belastend.

 

Soziale Phobie – wenn du Angst hast, bewertet zu werden

Vielleicht macht dir nicht ein Ort Angst, sondern andere Menschen.
Du erlebst intensive Angst in sozialen Situationen – vor allem dort, wo du im Mittelpunkt stehen könntest oder glaubst, beobachtet zu werden.

Anzeichen können sein:

  • du hast Angst vor Bewertung, Kritik oder peinlichen Momenten,
  • du fürchtest, negativ aufzufallen, z.B. beim Essen in der Öffentlichkeit, bei Vorträgen oder Begegnungen mit anderen,
  • du spürst körperliche Symptome wie Erröten, Zittern oder Herzrasen,
  • aus Angst vor Ablehnung oder Blamage beginnst du, soziale Aktivitäten zu vermeiden.

Mit der Zeit leidet oft dein Selbstwertgefühl, deine Beziehungen und auch deine berufliche Entwicklung – einfach, weil du dich nicht mehr traust, dich so zu zeigen, wie du bist.

Wie ich dich bei Ängsten und Panikattacken begleite

All diese unterschiedlichen Formen von Angst haben eine gemeinsame Botschaft:
Dein Nervensystem versucht, dich zu schützen – auch wenn es im Moment vielleicht überreagiert und dein Leben massiv einschränkt.

In einem geschützten Rahmen schauen wir uns gemeinsam ganz genau an, wie sich deine Angst bei dir zeigt und was du bisher versucht hast, um damit umzugehen. Wir beziehen sowohl deine Gedanken als auch deinen Körper mit ein, denn Angst ist immer auch eine körperliche Erfahrung.

Gemeinsam finden wir einen Weg, der zu dir passt – behutsam, strukturiert und in deinem Tempo. Ziel ist, dass du nach und nach

  • mehr innere Sicherheit erlebst,
  • wieder Vertrauen in dich und deinen Körper entwickelst,
  • Werkzeuge an die Hand bekommst, um mit Angst anders umzugehen,
  • und Schritt für Schritt mehr Lebensqualität zurückgewinnst.

Ich begleite dich – einfühlsam und auf Augenhöhe.