Was ist Hypnose?
Ein sanfter Zugang zu deinem Unterbewusstsein
Hypnose ist eine Methode, die dir hilft, mit deinem Unterbewusstsein zu arbeiten – also mit dem Teil in dir, in dem Erfahrungen, Gefühle, Erinnerungen und Automatismen gespeichert sind. Häufig sprechen wir dabei auch von Trance. Trance ist ein natürlicher Bewusstseinszustand, den wir alle täglich erleben: ganz kurz vor dem Einschlafen, nach dem Aufwachen oder wenn wir in einer Tätigkeit völlig versunken sind.
Diese Fähigkeit tragen wir alle in uns.
Nur manchmal – durch Medikamente, Stress oder innere Abwehr – braucht es etwas mehr Zeit, um diesen Zustand zu erreichen. Das ist völlig normal und sagt nichts über die Wirksamkeit der Hypnose aus.
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In Hypnose bekommen wir einen leichteren Zugang zu inneren Prozessen, zu Emotionen und zu Erinnerungen, die im Alltag oft überlagert sind. Gleichzeitig erhöht sich in Trance die Neuroplastizität – also die Fähigkeit deines Gehirns, neue Verbindungen zu knüpfen und Veränderungen nachhaltig zu verankern.
Wie fühlt es sich an, hypnotisiert zu werden?
Wie fühlt sich Hypnose an?
Viele Menschen beschreiben Trance als einen Zustand zwischen Wachsein und Schlaf – wach und bei sich, aber gleichzeitig tief entspannt und nach innen gerichtet.
Du bist während der Hypnose:
- hellwach
- ansprechbar
- in Kontakt mit mir
- vollständig bei klarem Bewusstsein
Du bist zu jedem Zeitpunkt in Kontrolle.
Es ist nicht möglich, dich zu etwas zu bringen, das du nicht möchtest. Dein Unterbewusstsein gibt nur das frei, was du im Moment verarbeiten kannst. Genau das macht Hypnose so sicher und so respektvoll.
Auch das Körpergefühl kann sich verändern: manche spüren ein angenehmes Gefühl von Schwere, andere Leichtigkeit oder ein sanftes Schweben. Das hängt nicht vom Thema ab, sondern allein von deinem individuellen Tranceerleben.
Therapeutische Hypnose ist keine Showhypnose
Showhypnose arbeitet mit einer schnellen Einleitung in Trance sehr suggestiblen Menschen, die sich bewusst darauf einlassen, sich vor einem Publikum zu zeigen und an sich Hypnose demonstrieren zu lassen. Das hat nichts mit therapeutischer Hypnose zu tun.
In der Therapie ist das Setting intim, vertrauensvoll und geschützt.
Ziel ist nicht, etwas „vorzuführen“, sondern dich auf deinem Weg zu unterstützen – sanft, achtsam und fachlich fundiert. Es wird meist mit oberflächlicheren Trancezuständen gearbeitet, sodass du alles Erlebte wahrnehmen, erinnern und aktiv mitgestalten kannst.
Suggestionshypnose und Hypnoanalyse – was ist der Unterschied?
Suggestionshypnose
Hier arbeitest du eher passiv mit.
Durch klare, stärkende und positiv ausgerichtete Suggestionen wird dein Unterbewusstsein in eine bestimmte Richtung unterstützt – zum Beispiel mehr Ruhe, mehr Gelassenheit oder ein neues Erleben einer bestimmten Situation.
Es handelt sich um eine symptomorientierte Arbeit.
Beispiel: Schlafstörungen
Die Suggestionen können dabei helfen, Ängste vor dem Einschlafen zu lösen und eine positive, beruhigende Haltung zum Schlafen aufzubauen.
Hypnoanalyse
Hier gehen wir tiefer.
Der Fokus liegt auf den Ursachen deiner Themen. In Trance reisen wir – achtsam und kontrolliert – zurück zu Momenten, die das Problem ursprünglich ausgelöst haben. Dort kann das unverarbeitete Gefühl wahrgenommen, durchlebt und verarbeitet werden.
Dieser Prozess öffnet neue Perspektiven, löst innere Blockaden und schafft häufig nachhaltige Veränderung.
Die Hypnoanalyse erfordert mehr Bereitschaft zur inneren Arbeit, da belastende Emotionen vorübergehend aktiviert werden können. Gleichzeitig kann sie sehr wirksam tief verwurzelte Muster verändern.
Welche Arten von Hypnose gibt es?
Wie viele Sitzungen sind notwendig?
Hypnose kann sehr effizient sein, weil Trance den Zugang zu Emotionen erleichtert und den kritischen Verstand, der Veränderung manchmal im Weg steht, vorübergehend beruhigt.
Dadurch sind Fortschritte oft schneller möglich als im reinen Gespräch.
Wie viele Sitzungen du brauchst, hängt jedoch von mehreren Faktoren ab:
- deinem Anliegen
- deiner persönlichen Verarbeitungsgeschwindigkeit
- der Tiefe des Themas
- deiner bisherigen Geschichte und Belastung
Eine seriöse Einschätzung kann ich erst nach einer ausführlichen Anamnese geben.
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